Auslandspraktikum Innsbruck/Österreich - biz BildungszentrumAuslandspraktikum Innsbruck/Österreich - biz Bildungszentrum

Auslandspraktikum
Innsbruck/Österreich

Als ich Mitte Januar mit dem Bus in Innsbruck ankam, war der Winter dort bereits in vollem Gange, so dass alle Straßen und Bürgersteige unter einer tiefen Schneedecke verborgen waren. Und so stapfte ich mit großem Koffer, Rucksack und kompletter Skiausrüstung durch den Schnee und ich war sehr erleichtert, als mir meine Mitschülerin C. entgegen kam und mir beim Tragen half.

Wir kamen schließlich erschöpft und verschwitzt in meiner Wohnung an, aßen etwas und entspannten uns erstmal. Am nächsten Tag erkundeten wir die schöne Innenstadt von Innsbruck und schauten kurz beim Sanatorium Kettenbrücke vorbei, um erste Eindrücke zu sammeln.

An meinem ersten Arbeitstag auf der Station für Unfallchirurgie des Sanatorium Kettenbrücke war ich ziemlich aufgeregt, aber auch gespannt, was auf mich zukommt. Ich wurde zunächst ganz herzlich vom Stationspersonal empfangen und begrüßt – zumindest glaube ich das, da die Sprachbarriere anfangs doch größer als erwartet war und ich so meine Probleme mit der Verständlichkeit hatte. Dann bekam ich meine Arbeitskleidung: Sie ist insofern von der unseren der DRK Kliniken Berlin zu unterscheiden, dass die Krankenschwestern dort fast die gleichen Kasacks tragen wie hier die meisten Ärzte: Folglich fühlte ich mich kurzweilig zu höherem Berufen.

Es ging also los. Wie ich zuvor schon erfuhr, erwartete mich nun eine 12-Stunden-Schicht! Ganz normal dort. Da die ersten Stunden und Tage auf einer neuen, fremden Station immer erstmal stressig, aufregend aber auch sehr informativ sind, fiel mir erst auf dem Heimweg auf, wie k.o. ich mich fühlte. Ich ging erschöpft, aber glücklich in meine Wohnung, dann in mein Bett und schlief sofort fest ein.

Die nächsten Tage verliefen ähnlich, wobei ich nicht immer 12-Stunden-Schichten hatte. Oft waren es „normale“ 8-Stunden-Schichten. Ich fand mich immer besser zurecht und lernte auch allmählich den Tiroler Dialekt zu verstehen. Ich wurde super ins Team integriert und konnte jederzeit auf Hilfe und Unterstützung setzen. Nochmals vielen Dank für alles! Pflegerisch und organisatorisch gibt es zwar den einen oder anderen Unterschied zu unseren Kliniken – aber was davon vielleicht „besser” oder „schlechter” ist, lässt sich schwer sagen. Es hat eben alles seine Vor- und Nachteile.

An meinen – unseren – freien Tagen nutzten wir natürlich die Chance, in den umliegenden Bergen unsere Ski- und Snowboard-Fähigkeiten zu testen. Mit dem Bus ist man in zwanzig Minuten an der Piste und kann den wunderschönen Ausblick genießen.

Die vier Wochen vergingen rasend schnell und so trat ich meinen letzten Arbeitstag an. Als kleines “Abschiedsgeschenk” brachte ich selbst gemachte originale „Berliner Buletten“ mit. Ich verabschiedete mich von allen und ging etwas wehmütig, aber dennoch glücklich nach Hause.
Die Zeit im Sanatorium Kettenbrücke war wirklich sehr schön und ich kann jedem empfehlen, dort ein Praktikum zu absolvieren.

Ein Bericht von Amanda Kreis (Kurs CK April 15/18)