Auslandspraktikum Chumphon/Thailand - biz BildungszentrumAuslandspraktikum Chumphon/Thailand - biz Bildungszentrum

Auslandspraktikum
Chumphon/Thailand

In Chumphon im Süden von Thailand angekommen, habe ich erfahren müssen, dass zur Zeit – und auch in naher Zukunft – keine Praktika im Krankenhaus vergeben werden. So musste ich mich zwischen der Pflege im Altenheim und der Betreuung von Patienten bei medizinischer Erstversorgung entscheiden. Da ich bereits im Rahmen der Ausbildung ein Altenpflege-Praktikum absolviert hatte, entschied ich mich für die medizinische Erstversorgung.

Als ich dort jedoch ankam, musste ich leider feststellen, dass die Kollegen nur gebrochen Englisch sprachen – was die Kommunikation sehr erschwerte. Des Weiteren hatten sie dort keinerlei Erfahrungen mit Praktikanten: So gab es kein Aufgabenfeld und keine geregelte Arbeitszeiten, wo ich hätte wirken und mich selbst organisieren können. In den beiden Wochen, die ich dort hospitierte, konnte ich jedoch einen kleinen Einblick in die Arbeitsabläufe gewinnen.

Es war zum Beispiel möglich, dass kleine Wunden medizinisch versorgt wurden durch Nähen, Verbandswechsel oder auch Fäden ziehen. Außerdem bekamen Patienten auch ihre monatlichen Rationen von Tabletten, die sie zum Beispiel gegen ihre vom Arzt zuvor diagnostizierten arteriellen Hypertonie einnehmen mussten .

Einmal in der Woche gab es einen Tag, an dem ausgewählten Patienten Blut abgenommen wurde, das dann zur Diagnostik in das nächstgelegene Krankenhaus gebracht wurde. Selbst Patienten mit einer Tuberkulose kamen hier her, um ihre antibiotische Therapie zu erhalten. Man muss sich diese Anlaufstelle vorstellen wie einen Zusammenschluss aus Hausarzt und Rettungsstelle.

Nach diesen zwei Wochen entschied ich mich jedoch, den Praktikumsbereich für die nächsten beiden Wochen selbstständig zu wechseln: Ich wollte mich sozial an einer Grundschule als Englischlehrer engagieren. Dort hatten meine neuen Kollegen mehr Erfahrung mit Praktikanten. So konnte ich ein eigenständiges Arbeitsfeld mit geregelten Arbeitszeiten genießen und den Kindern grundlegende Dinge in der englischen Sprache und Schrift beibringen: Zum Beispiel erklärte ich ihnen, wie man sich vorstellt, wo man wohnt, wie alt man ist und auch welche Hobbys man pflegt.

Ein Erfahrungsbericht von Mario Zemke (Kurs MR O 14/17)