Mit gutem Gefühl ins Examen - biz BildungszentrumMit gutem Gefühl ins Examen - biz Bildungszentrum

Mit gutem Gefühl ins Examen

Die Schulstation im Westend

Vom 5. bis zum 31. Januar fand für uns auf der Station 29 im DRK Kliniken Berlin | Westend die Schulstation statt. Das bedeutete für die Station und uns: dass wir als Auszubildende zur Gesundheits- und Krankenpflege im letzten Ausbildungsjahr die Organisation und die Pflege in allen Diensten übernommen haben. Natürlich waren jederzeit examinierte Pflegekräfte, darunter auch Lehrkräfte aus dem biz Bildungszentrum, im Hintergrund, um die Qualität unserer Arbeit sicherzustellen und uns Feedback zu geben.
Im Vorfeld haben wir uns in einer Woche intensiv auf die Gegebenheiten auf der Kardiologischen Station 29 vorbereitet. Dazu zählten die typischen Krankheitsbilder, Medikamente und Untersuchungen, mit denen wir zu tun haben würden. Auch auf die Besonderheiten auf dem Gelände und in der Kurvenführung im Westend wurden die Schüler aus Köpenick und Mitte von den Praxisanleitern, Lehrern und Westend-Schülern vorbereitet. Um die selbstständige Organisation auch vorher schon einzuleiten, haben vier Arbeitsgruppen eingeteilt.

Es gab eine Dienstplangruppe, welche den Dienstplan für uns Schüler schrieb und Wünsche berücksichtigte.

Die Gestaltungsgruppe erstellte einen Informationsflyer für Patienten, Angehörige und andere Stationen, in dem über das Prinzip der Schulstation aufgeklärt und Ansprechpartner benannt wurden.

Die Feedbackgruppe befasste sich damit einen Feedbackbogen zu erstellen und auszuwerten, den jeder Patient und jede Patientin bei der Aufnahme erhielten. Auf diesem konnten sie ihre Eindrücke von unseren Abläufen und der Atmosphäre äußern und Kritik sowie Verbesserungsvorschläge anbringen.

Außerdem wählten wir zwei Stationsleitungen aus unserem Kurs, die für jeweils die Hälfte der Zeit die Leitung der Station übernahmen. Sie kümmerten sich darum, dass wir immer gut auf die Seiten der Station verteilt waren, und sorgten für Ersatz, falls zu viele Krankheitsfälle in einzelnen Diensten aufkamen. Im Alltag waren sie auch für die Bettenplanung und die Versorgung der Station mit Material zuständig.

Im Rahmen der Vorbereitungswoche trafen wir zudem Beschlüsse, um den alltäglichen Ablauf effizient zu gestalten. Zum Beispiel entschieden wir uns dafür, eine Bezugspflege anzustreben, wo jeder Schüler im Dienst eine geringere Zahl an Patienten versorgte, dann aber auch für Grund- und Behandlungspflege komplett verantwortlich sein würde.

In wöchentlichen Reflexionsrunden, die freitags zwischen Früh- und Spätdienst stattfanden, evaluierten wir die jeweilige Woche sowie unsere Beschlüsse. So entschieden wir uns nach der zweiten Woche beispielsweise dafür, einem Schüler pro Seite die Hauptverantwortung über die Organisation und die Übergaben zuzuteilen, welcher somit vor allem Zuarbeiten und Grundpflege an die Mitschüler delegierte.
Wir reflektierten auch über die allgemeine Ordnung, sowie die Kommunikation miteinander und mit den Stationskollegen. Alle Punkte konnten wir mit jeder Woche besser bewerten, es ließ sich auch feststellen, dass die Abläufe gegen Ende organisierter waren und die Patienten sich zufriedener zeigten.

Durch die Schulstation haben wir viel über die Strukturen in der Pflege und die Bedeutung von Eigenverantwortlichkeit gerade im Bezug auf die ganzheitliche Versorgung unserer Patienten gelernt. Wir alle nehmen sehr wertvolle Erfahrungen aus dem Projekt mit in unsere restliche Ausbildung, ins Examen und in das berufliche wie auch das private Leben danach.

Wir sind der DRK-Schwesternschaft Berlin e.V. äußerst dankbar für diese Möglichkeit und das Vertrauen, das in uns gelegt wurde und gehen mit einem guten Gefühl in Richtung Examen.

Kurs „AK/CZ 15/18 Okt.“